Microsoft Office und Datenschutz – derzeit (wohl noch) kein Traumpaar

Das aus der Wirtschaft kaum noch wegzudenkene Microsoft Office steht wohl vor einigen datenschutzrechtlichen Herausforderungen. Das neue Datenschutzrecht macht auch vor solchen digitalen „Institutionen“ wie Microsoft Office nicht Halt.

Schon am 05.11.2018 hatte die niederländische Datenschutzaufsicht einen ausführlichen Prüfungsbericht (https://www.rijksoverheid.nl/binaries/rijksoverheid/documenten/rapporten/2018/11/07/data-protection-impact-assessment-op-microsoft-office/DPIA+Microsoft+Office+2016+and+365+-+20191105.pdf) verfasst. Sie beanstandet bei Microsoft Office mehrere schwere Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Diesen niederländischen Prüfbericht hat nun der EU-Datenschutzbeauftragte („European Data Protection Supervisor“  EDPS) aufgegriffen und Prüfungen (vgl.: https://edps.europa.eu/press-publications/press-news/press-releases/2019/edps-investigates-contractual-agreements_en) veranlasst. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein. Sie betreffen nicht nur Microsoft, sondern werden mit einiger Wahrscheinlichkeit auch die Nutzer betreffen.

Umsichtige Unternehmen sollten jedenfalls die von der niederländischen Behörde in deren Prüfungsbericht auf Seiten 76 ff. genannten Risiken bereits auswerten und zumindest intern prüfen, inwieweit die auf Seiten 83 ff. aufgeführten Risikominimierungsmöglichkeiten schon umsetzbar sind. Proaktiv sollten Anpassungsmaßnahmen mit den eigenen Datenschutzbeauftragten und ggf. den Juristen bzw. Rechtsanwälten des Unternehmens koordiniert werden.

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